Das
dalmatinische Hinterland beginnt im Westen mit dem Lauf der Krka, deren
Einzugsgebiet größtenteils zum Nationalpark erklärt wurde.
Der Fluss durchmisst zu etwa zwei Dritteln seiner Gesamtlänge ein
steiles Tal, an dessen Seiten senkrechte Felsen bis zu 100 m in die Höhe
ragen. Die Krka bildet in ihrem Verlauf 7 Wasserfälle, wo das Wasser
mit reißender Kraft malerische Stromschnellen überwindet. Am
schönsten sind die Wasserfälle Roski slap und Skradinski buk.
Letzterer hat über 17 Stufen, die insgesamt mehr als 40 m hoch sind.
Zwischen den beiden genannten Wasserfällen liegt der See Visovacko
jezero mit seinem berühmten Klosterinselchen.
Etwas
südlicher davon fließt die Cetina, in der sich die Kraft vieler
unterirdisch verlaufender Karstflüsse sammelt und in die malerische
Mündung bei Omis an der Küste geleitet wird. Das Cetina-Tal
birgt viele landschaftliche Sehenswürdigkeiten, z.B. Karsthöhlen
oder ungewöhnliche Felsformationen wie in Radmanove mlinice, deren
Oberfläche mit Bäumen bestanden ist.
In südlicher Richtung, oberhalb der Riviera von Makarska, erstreckt
sich das Biokovo-Gebirge, das neben dem Velebit die wohl interessanteste
Begegnung von Felsen und Meer darstellt. Die bekannten Strände am
Fuße des Biokovo sind eine eigentümliche Folge dieser Begegnung,
da unter Einwirkung der Meeresbrandung jener feine Kies entstand, der
unter Badefreunden so beliebt ist. Im Biokovo leben seit kurzem auch wieder
Gämse.
Nordöstlich des Biokovo-Gebirges, in der Nähe von Imotski, trifft
man zwei äußerst interessante Naturphänomene an - den
Blauen (Modro jezero) und den Roten See (Crveno jezero). Die Seen, eigentlich
mit Wasser gefüllte Karsttrichter, befanden sich ursprünglich
in unterirdischen Höhlen, deren Decken eingestürzt sind. Der
Rote See hat einen Durchmesser von etwa 200 m, der Blaue See von etwa
500 m.
Zu Mitteldalmatien gehören auch viele Inseln, die jede für sich
ein einmaliges Erlebnis darstellen. Überall findet man versteckte
Buchten, im Meer austretende Süßwasserquellen und schöne
Landschaften mit der Aussicht auf Meer und Inseln. Weithin bekannt ist
der Sandstrand Zlatni rat auf der Insel Brac, dessen Spitze je nach Wind
und Wellengang ihre Ausrichtung ändert. Auf dem Inselberg Vidova
gora wachsen Schwarzkiefern.
Dem Hafen von Hvar auf der gleichnamigen Insel sind die malerischen Hölleninseln
(Pakleni otoci) vorgelagert, die auf natürliche Weise den Hafen vor
starkem Seegang schützen. Die Küste der Insel Vis hat eine Vielzahl
interessanter kleiner Buchten aufzuweisen. Das Inselchen Bisevo wiederum
ist bekannt für seine Blaue Grotte (Modra spilja), in der, wie erzählt
wird, die Robbenart der Seebären gelebt hat. Auf hoher See, in Richtung
Italien, befinden sich zwei Vulkaninselchen - Brusnik und Jabuka.
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